Sie kommen aus allen Richtungen. Sie haben die Ausfahrt verpasst und stehen irgendwo neben der Spur im zugigen Nirwana eines Autobahnkreuzes.
Das Leben dröhnt durch ihr Herz, sie erzählen Geschichten oder sprechen in Reimen und manchmal singen sie auch.
Unabänderlich! Die unverbesserlichen Leipziger TextpilotInnen dieser Stadt:
Franziska Wilhelm,
Julius Fischer,
Hauke von Grimm,
Michael Schweßinger,
André Herrmann &
Kurt Mondaugen
sind die
Lesebühne Schkeuditzer Kreuz!
Ehrenmitglieder der Lesebühne:
JaNa Klar,
André Kudernatsch,
Christoph Graebel.
Termine: jeden dritten Freitag im Monat (außer Juli/August) um 20.30 Uhr in der
Wärmehalle Süd, Leipzig
Weil ich’s so schön fand:

Von links nach rechts:
Am Ende: Julius Fischer – An der Flasche: Kurt Mondaugen – Am Boden: André Herrmann – Am Zuhören: Michael Schweßinger – Am Mikro: Hauke von Grimm – Am Neusten: Jana Klar.
Schönen Dank für diesen feinen Saisonstart, liebe Gäste des gestrigen Abends!
Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, wir sehen uns im Oktober. Bis dahin, bleibt uns gewogen.
Traurig, aber war, machen wir’s kurz und schmerzlos und reden nicht lange drumherum, es ist geschehen, irgendwann musste sowas ja kommen, da beißt die Maus keinen Faden ab, das ist klar wie Kloßbrühe, dass so etwas vorkommt, aber es geht ja immer weiter und weiter, geht alles immer weiter, so ist der Lauf der Dinge, im Guten, wie im Schlechten, immer muss man’s aushalten, “Es geht von selbst!” sagt Klov in Beckett’s Endspiel und simmerdommaehrlisch, so ist es ja nun auch, kann man nichts machen, außer zu zu gucken und vielleicht eine Träne weg zu drücken, oder vielleicht mal das Mann-Sein Mann-Sein sein lassen und die Träne einfach rausweinen, oder wie man das sagt, jedenfalls ist es traurig, aber naja, was will man machen, man kann doch niemanden zwingen, schon gar nicht das Leben, wie soll denn das gehen, das lässt sich nicht zwingen, auch nicht von Bankern oder von Frau Merkel, vom Westerwelle sowieso nicht, da lacht’s sich doch scheckig, das Leben, wenn da so einer ankommt, also nicht, weil er homosexuell ist, das passt schon, also passt vielleicht nicht, so soll das nun auch nicht verstanden werden, aber das geht schon in Ordnung, da gibt’s ja nichts gegen zu sagen, aber wenn der, lassen wir das, was gesagt sein will ist Folgendes, nämlich dass das Leben halt ein harter Bursche mit gegerbter Haut und Holzfällerhemd ist, fast wollte ich “mit vom Leben gezeichnetem Gesicht” schreiben, aber das Leben kann sich doch nicht selbst zeichnen, außer es wäre Emo und würde ritzen, egal, manchmal jedenfalls haut’s richtig dicke zu, das Leben und genau das ist geschehen:
Christoph Graebel, Herr Graebel, unser Graebel verlässt aus freien Stücken die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz.
Wir stehen in tiefer Trauer, wünschen ihm aber dennoch alles erdenklich Gute und werden ihn sehr vermissen.
Natürlich darf er jeder Zeit wieder unser Gast sein, wir halten seinen Platz warm.
Nichtsdestotrotz:
Am Freitag, den 18. September 2009, gibt’s die Wiederauferstehung der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz aus der Sommerpause!
20 Uhr, Wärmehalle Süd in Connewitz für nur 3 Euro Eintritt!
Seid gespannt und kommt zahlreich!
Das wird so urst klasse, wir freuen uns jetzt schon auf euch.
Du hast eben keine Phantasie, sagt meine Freundin, und wir liegen gelangweilt auf der Küchencouch in irgend so einem verdammten Sommerloch und meine Erektion ist auch nicht mehr das, was sie mal war, und meine Freundin heißt Natascha-Lou Salomé und will später mal Psychologie studieren oder so, um die Dinge alle besser zu verstehen irgendwann mit mir, macht aber gerade lieber doch erstmal ein Praktikum bei so einer Castingshow für diesen Unterschichtensender, wie heißt er doch gleich? Privatfernsehhölle, sage ich immer.
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